Archiv für den Monat April 2013

Utopische spontane Gedanken zur Reform des Erbwesens

Utopische Gedanken zur Reform des Erbwesens

Es fehlt an Geld, ja es häufen sich die Schulden, sei es beim Staat, sei es bei den Ländern, sei es bei den Kommunen (ja, ich weiß, dass Schulden nicht per se schlecht sind, aber, wenn man sich anschaut, welche Höhe mittlerweile die Zinszahlungen haben und welche Position sie damit in den Haushalten einnehmen, ist es doch logisch, dass es so nicht weitergehen kann, wenn man auch an kommende Generationen denken will) und die Kluft zwischen Armen und Reichen wird größer (auch wenn der schöngeänderte Armutsbericht etwas anderes aussagt).

Von der Wichtigkeit der Bildung und Förderung und Unterstützung der Jugend, sowie sozialer Gerechtigkeit wird immer geredet (vor allem in Wahljahren bis zum Wahltag), aber es passiert nicht wirklich etwas.

Ja, das sind globale Probleme, mir wäre es auch lieber, man ginge sie konsequent weltweit an, aber dass das nicht passiert, darf kein Feigenblatt sein dafür, dass WIR HIER nichts tun.

Ja, ich übertreibe damit, dass die mir vorhin spontan gekommenen Gedanken zum Erbwesen da groß etwas ändern, aber ich denke, jeder Ansatz, der dazu beiträgt, etweas zu verbessern, ist doch sinnvoll, oder?

Vorneweg, ich bin weder Jurist, noch besonders juristisch bewandert, ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, mein Wissen beziehe ich aus Interesse, einer kaufmännischen Ausildung, Medien und Unterhaltungen. Daher ist auch alles bewusst noch vage gehalten, die Details, so es denn überhaupt Sinn macht, müssen andere, dazu befähigte füllen. Mir geht es darum, meine spontanen Ideen zu verbreiten, vielleicht regen sie ja Menschen zum Umdenken, Weiterdenken oder überhaupt Nachdenken an.

Die folgenden Ideen sind – wie gesagt – spontan entstanden, sollten schwere Denkfehler vorliegen, sorry, dann war es ein Schnellschuss. Meiner Meinung nach sind diese Ideen fair, nicht zu bürokratisch, nicht zu sozialistisch, bestrafen Fleiß nicht und schaffen es dennoch ein Instrument zur besseren Verteilung und evtl. sogar zu besserer Bildung und Gleichberechtigung zu schaffen.

Verlinken, Verteilen, ja auch erweitern oder ändern ist erlaubt und gewünscht, letztere aber bitte mit Kennzeichnung 😉

So. Nach diesem etwas überdimensionierten Intro meine Gedanken.

Kurz gesagt bin ich für eine Abschaffung der derzeitigen Erbschaftssteuer. Nicht ersatzlos, sondern im Austausch gegen eine Deckelung des Erbes. Die von mir nun genannten Zahlen können auch gerne durch die Variablen XYZ ersetzt werden, mir geht es um den Grundgedanken.

Heute ist erben oft eine sehr komplexe Sache und auch die Erben des Kleinkrams von Ömmsken Meyer müssen sich damit befassen. Bei meinem Vorschlag würde sich das imo ändern.

Nehmen wir als erste Größe den „Erbfreibetrag“ X. Dieser setzt sich zusammen aus Geld und Sachwerten, aus Aktien, Ländereien, Immobilien etc. Ich nehme jetzt mal die vorhin auf Twitter angenommene Summe von 10 Mio €.

Bis zu diesem Betrag je natürlicher Person als Erbe passiert nichts, außer einer Übertragung der Werte auf den Erben. Das sorgt für null bürokratischen Aufwand und eine Besserstellung von Klein- und Mittelerben, ja, ich gehe soweit und sage, dass das durchaus noch ein Großerbe ist.

Zusätzlich würde ich jeder natürlichen Person, die eine enge Verwandtschaft mit dem Verstorbenen hat und ein Erbe antritt sogar noch eine Wohnimmobilie zusätzlich zugestehen.

Alles, was darüber hinausgeht, wird nicht vererbt. Wenn dies rechtlich problematisch ist, ist es evtl möglich, die Steuer dann einfach auf 99-100 % festzulegen für Werte über 10 Mio €. Wie gesagt, bin juristisch unbedarft und es ist ja auch nur ein Gedankenspiel.

Vom Restwert würde ich dem Vererbenden (via Testament) die Möglichkeit einräumen, über einen Prozentsatz Y (ich gehe jetzt spontan von 50 % aus) derart zu verfügen, dass es zweckgebunden verwendet wird (eingeteilt in Bereiche wie örtliche Infrastruktur, Bildung, Forschung…). Dieses Geld könnte auch in einer Stiftung aufgehen, die noch zweckgebundener, als nach diesen Feldern agiert und meinetwegen die Forschung zu bestimmten Themen, die Integration sudanesischer Minderjähriger in Oberhausen-Osterfeld oder die Bekämpfung von Polio im Fokus hat.

Diese Stiftungen, wie auch die „Präferenzgelder“ sollten von einer möglichst unabhängigen, neuzugründenden Organisation verwaltet/überwacht werden.

Immobilien, Sachwerte, Aktien, alles außer Bargeld sollte versteigert werden. Startgebot meinetwegen 75 % des aktuellen Wertes. Das eingenommene Geld und das über X hinausgehende Geldvermögen fällt an Kommune/Land/Bund. Davon werden vorrangig die Kosten für Gutachten, Bürokratie rund ums Erbe etc beglichen.

Der Rest landet in einem Extrapool, der sich mit (noch näher zu definierenden) bestimmten Themen vorrangig befasst. Spontan kommen mir die Themen Bildung, Jugendförderung,und Gleichberechtigung in den Sinn. Dies sorgt für eine sanfte, faire Umverteilung, eine Erhöhung der Chancen von derzeit Benachteiligten und isngesamt für eine sozialere Gesellschaft. Weitere Dinge lassensich problemlos ergänzen. auch hier würde ich gerne die noch zu gründende Organisation federführend sehen, damit nicht Kommune/Lan/Bund einfach Ausgaben in diesen Feldern kürzen und durch diese Gelder ergänzen.

Ich halte diese Utopie für fair, weil sie hilft, wachsende Ungleichgewichte einzudämmen und Chancen Vieler zu erhöhen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und aufgrund dieser Möglichkeiten auch der Gesellschaft einen Mehrwert zu bringen. Sie benachteiligt meiner Meinung nach auch nicht „die Fleißigen“. Erstens ist „der Fleißige“ tot und damit kaum bestrafbar, des Weiteren erhalten die Erben immernoch bis zu 10 Mio plus Wohnimmobillie, gelten also wohl für niemanden als bedürftig. Zuletzt profitierten die Erben in den meisten Fällen eh schon von beseren Bildungschancen, von Vitamin B etc.

Man vermeidet damit auch Verschuldung durch Immobilienerbe bei Kleinerbe, Bürokratie bei allen Fällen unter 10 Mio und sorgt für Geld in wichtigen sozialen Bereichen.

Durch die Setzung von Präferenzen hat auch jeder Vererbende die Möglichkeit zu großen Teilen Einfluss zu nehmen und Themen voranzubringen, die ihm wichtig sind.

Probleme könnten theoretisch bei Familienunternehmen aufkommen, die über 10 Mio (je Erbe) wert sind. In diesem Fall sehe ich die Möglichkeit, alles, was über den Freibetrag hinausgeht, als Darlehen zu betrachten, welches mit marktüblichen Zinsen verzinst wird.

Das zu meiner spontanen Utopie. Was spricht dagegen? Was spricht dafür? Welceh Größenordnungen sind sinnvoll? Wie sieht es rechtlich aus? Wie sollte die zu gründende Organisation sich zusammensetzen? (ich denke spontan an eine Art unabhängiger und doch staatlicher Instanz, wie Karlsruhe)

Alles was euch dazu einfällt würde mich interessieren (Ok, plumpe Beledigungen oder „Toll“, „Scheisse“ als Komemntare sind dann doch weniger interessant, aber online zu erwarten 😉 )

LG
Matze

PS: es ist alles spontan erdacht und mit heißer Nadel gestrickt, daher seht mir mögliche Denkfehler oder -Lücken nach 😉

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