Vom Bombergate und dem Umgang damit

Ich wollte es eigentlich nicht verbloggen, aber gut, hier meine paar Cent zum #Bombergate, da auf Twitter leider von einigen nur versucht wird, abzulenken oder zu diffamieren.

Es ist auf mehreren Ebenen erschütternd und traurig, was da passiert. Fangen wir am Anfang an.

Eine vermummte Person macht auf Femen (selbst die haben sich teilweise distanziert) und schreibt sich eine Botschaft auf den nackten Oberkörper. Eine Botschaft die Bomber Harris dankt. Dumm dabei, dass Tattoos und weitere Indizien auf einem Vergleichsbild recht schnell deutlich machen, dass es sich um Anne Helm handelt. Die Verteidigung ihrer Anhänger (Sie schweigt größtenteils) wechselt dann auch von Leugnung zu Aussagen wie „Sie ist vermummt, also will sie anonym bleiben, respektiert das“ oder einfach der Bestätigung, dass Bomber Harris ja nur Gutes getan hat und Lob verdient. Wohlgemerkt erst, als der Versuch, abzustreiten nicht mehr tragbar war. Flexibel im Diskutieren sind sie ja, das muss man ihnen lassen und da kommen wir auch gleich nochmal anhand andere Dinge zu. Anne Helm selber hat dann wohl auch noch den Bundesvorstand belogen, dieser spielt auch noch seine unfeine Rolle.

Wir haben also Lügen, eine unfeine Aussage (btw: hätte Helm da gesagt:“ja, bin ich und es sollte nur den Dank für die Befreiung von den Nazis ausdrücken“, wären wohl deutlich weniger Austritte und Aufregung die Folge gewesen. Aber gut. Hat sie nicht. Warum auch immer.)und abrupt wechselnde Rechtfertigungen dafür.

Nächste Eskalationsstufe. Auftritt Schramm, Höfinghoff und Freunde. Feixend und Johlend mit bekannten Parolen haut man in die von Helm geschlagene Kerbe, nennt es Twitterdemo. Kritik daran führt dazu, dass man zum Eichmann-Fan und Nazi gemacht wird. Wenn man das wird, weil man das Sterben Tausender Zivilisten nicht gutheisst und schon gar nicht das eklige Abfeiern darauf, dann bin ich wohl so einer. Einige Leute haben Screenshots gesammelt, Anzeigen würden mich nicht wirklich verwundern, gegen Anne Helm ist bereits mindestens eine gestellt worden. Der Account von Schramm ging dann auch schnell in den geschützten Modus. Pietätlosigkeiten die potentiell noch weitergingen waren also nicht mehr nachvollziehbar.

Hier haben wir dann also Freude über Tote und das Hoffen auf weitere Bomben auf Deutschland. Nicht nur im Kontext extrem widerlich, sondern ganz allgemein. Rechtfertigungen gingen von vernünftigen historischen Ausführungen (die aber gar nicht das Problem darstellen, weswegen der Blogpost leider am Ziel vorbeiging) über Beleidigungen hin zu der Variante:“Wer sich nicht aktiv wehrt, ist Mittäter!“. Ok. So kann man Kinder und Rentner, die sterben vielleicht vor sich rechtfertigen, aber nicht vor den meisten Menschen, die mitdenken und -fühlen. Konsequent weitergedacht müsste am 6.8. eine Hiroshimaparty steigen. Aber vielleicht sind Japanische Mittäter bessere Menschen gewesen, wir werden sehen. Fragt einfach bei den Piraten eures Vertrauens in Berlin oder sonstwo nach.

Kurz: Stellt euch nicht so an, es ging nur gegen Nazis, war unvermeidbar und voll schön. Werft Bomben, macht Deutschland zu Ackerland. Parolen, die ich bei 16jährigen peinlich finden würde, sind für politisch agierende Menschen und die zugehörige Partei untragbar. Da wird doch sicher der Bundesvorstand reagieren.

Nein. Der wird krank, seine bessere Hälfte verteidigt dann Schramm, grob gesagt so:“Die Julia ist töfte und ein guter Freund, das ist schon ok so“. Als dann mal was vom BuVo kommt, mittlerweile sind einige besonnene, vernünftige Personen ausgetreten, haben dies vor oder haben zumindestens angekündigt, für die Europawahl #keinenHandschlag zu tun, meldet sich der BuVo endlich.

Und berichtet an sich nur, dass Helm bedroht wird und das das nicht geht und man zu ihr steht. Natürlich geht das nicht, keine Frage (wenn es stimmt, mittlerweile weiß man ja nicht mehr, wem man was glauben kann). Aber natürlich ist das einfach plumpes Derailing.

Das mit dem Mollie in Berlin ist dann nur noch ein weiterer Tropfen, der ja fast schon untergeht. Aber gut, der Vollständigkeit halber: War nur symbolisch. Wichtige Geste. Vielleicht etwas übers Ziel. Sowas las man u.A. dazu.

Wir haben also mehrere politisch aktive Personen (auf Listen, in Fraktion…) innerhalb einer Partei, die nicht nur ungestraft, sondern mit Unterstützung vom Bundesvorstand lügen, Bombardements feiern und fordern und deren Kritiker, wie so gerne und oft, einfach schnell und laut als Nazis diffamiert werden. Einige zugehörige Piraten, wie z.B. Delius, freuen sich offen über Austritte von Personen, diese wären dann ja eh keine echten Piraten. Im Ernst? Die ganzen Leute, die austreten, waren nie Piraten? Diejenigen, die sofort Nazi schreien und Tote feiern schon? Ok. Dann waren Piraten immer anders, als ich dachte.

Zum Glück formiert sich auch Widerstand (ok, in Berlin, verständlicherweise eher still, da würde ich auch Sorge haben, zum Mobbingopfer zu werden) innerhalb der Partei. Was der noch retten kann und wie, ist eine interessante Frage.

Was haben wir also letztendlich?

Ein absolutes Desaster.

Helm hätte es durch die (vermutlich geschönte)Wahrheit direkt entschärfen können, danach wurde fleißig ekliges Öl zugegossen, die Unterstützer mobilisiert, Accounts geschützt und der BuVo aktiv. Auf einmal gab es (wie so oft, irgendwie tauchen selten Belege auf, aber gut…) Drohungen und Beleidigungen (wohlgemerkt, Eichmannvergleiche, Nazititulierungen usw waren ausdrücklich nicht gemeint, wurden nicht mal erwähnt, es geht um die gegen die Protagonistinnen als Reaktion auf deren Verhalten ausgesprochenen) und alles ging hoch. Wir haben Politik 1.0. Von oben herab legitimiert, Seilschaften, auf persönlichen Freundschaften beruhende Stellungnahmen und leeres Gewäsch.

Es wurde derailt (Funfact: derailing ist im Kontext ein neues Wort, nicht mal in Wikipedia zu finden [letztendlich ist das nur der Versuch fachlich und intelligent zu wirken, man kann auch ablenken sagen, wenn man mag], einer der Standardvorwürfe, neben victimblaming und relativieren, aus der linksfeministischen Szene), was das Zeug hält, es wurden zivile Opfer zu Tätern stilisiert, es wurden deren Tode relativiert und dann machte man halt das übliche Blocken oder protecten und, wie erwähnt, dass lautstarke diffamieren Andersdenkender. Vom oben erwähnten Wechsel der Verteidigungsstrategie ganz abgesehen. Kreativ sind sie ja, wenn sie die Meinungshoheit laut behaupten wollen. Setzen bewusst die rhetorischen Mittel ein, die sie sonst geifernd anprangern. Damit ihre Position als gut dasteht und jeder Kritiker braun erscheint.

Das Problem ist:

Die Kritiker sind keine Nazis. Nicht einmal nahe dran. Die Kritiker sind Menschen. Denkende und fühlende Menschen, die sich ebenso freuen, dass Deutschland (und die Welt) von den Nazis befreit wurde. Die froh sind, dass wir in einem ziemlich freien Land leben, dass es sonst sicher nicht wäre. Die teils in der Piratenpartei aktiv an moderner Politik mitarbeiten oder dies bislang getan haben. Aber, wenn man laut genug Nazi ruft, werden einige hellhörig (was erstmal gut ist) und reagieren sofort. Kopf aus, Beissreflex an.

Die Kritiker sind Menschen, wie ich, die es beschämend finden, wenn erwachsene Menschen solches Zeug sagen und die sich von der Partei abwenden, weil es nicht der erste Vorfall aus dieser Richtung war und weil wieder alles gedeckt wird und nichts passiert. Menschen, die sich jetzt beschimpfen lassen dürfen, weil sie gegen eklige Äußerungen vorgehen und vom Bundesvorstand fordern, nicht seine persönlichen Seilschaften mit einer Stellungnahme wie aus der Feder eines alteingesessenen Politikers und per Derailing zu verteidigen. Menschen, die mit Herzblut maloch(t)en für Piraten sind darunter, die jetzt sehen, wie linksradikale Chaoten alles in Stücke hacken.

Und jetzt dürft ihr mich wieder zum Eichmann-Fan machen, oder vielleicht seid ihr ja noch kreativer, wer weiss, dürft mich braun nennen, um den heissen Brei herumreden, andere Baustellen aufmachen, Kleinigkeiten im Text, die ihr sicherlich findet, hochstilisieren, die linke Moralkeule schwingen. Fühlt euch frei. Nur: Ihr werdet es nicht schaffen, das Schönzureden, was gesagt wurde, auch, wenn ihr euch windet und anstrengt.

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34 Gedanken zu „Vom Bombergate und dem Umgang damit

  1. al Dente

    Guter Post. Kann ich komplett nachvollziehen. Nur eins: Ein Krieg befreit niemanden. Maximal wird ein Unterlegener besiegt. So richtig “befreit“ wurde Deutschland nie. Man betrachte dazu nur die Historie bundesdeutscher Geheimdienste.

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    1. Mark

      Die Historie “bundesdeutscher” Geheimdienste war durch den Sowjet-Kommunismus an der Elbe beeinflusst. Insoweit hinkt die Darstellung sehr. Ohne diese Form des Faschismus an der Elbe wäre die Geschichte der BRD wie auch Europa sehr viel anders verlaufen.

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      1. DA

        Es sei dir empfohlen “The untold history of the United States” zu schauen, um vll. zu erkennen, dass auch dieser Fashismus nicht aus einem Vakuum – und warum er entstand.

  2. deusx_ophc

    alleine die selbstherrlichkeit ein #bombergate aus einer so durchschaubaren aktion zu konstruieren spricht bände, weil ffs das medium ist die botschaft! genauso ist eine partei, die solche vorgänge unwidersprochen an oberster stelle mitträgt, unwählbar. schön das innerhalb der “piraten” meinung abweicht und sich klar distanziert,

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  3. Idahoe

    Noch ergänzend zu al Dente
    Gewalt und Freiheit ist ein Widerpruch in sich.
    Diese leicht zu erkennende Widersprüche sind ein Kennzeichen von angewandter Propaganda. Sehr empfehlenswert ist die Lektüre von Edward Bernays Buch mit dem Titel Propaganda von 1928. Diese religiöse “Technik” sollte jedem Menschen bekannt und immer und immer wieder bewußt werden. Wie diese Methoden ablaufen beschreibt John Stauber in den weiterführenden Links in Wikipedia, sowie in mehreren Büchern wie beispielsweise “Trust Us, We’re Experts” oder “Giftmüll macht schlank”.
    Desweiteren der Hinweis auf Arthur Schopenhauer und der eristischen Dialektik, die sehr häufig angewendet wird. Menschen werden emotionalisiert und so in eine gewünschte Richtung manipuliert.
    Ich habe keine Ahnung, ob die Piratenpartei tatsächlich unterwandert wurde, die verwendeten Muster lassen durchaus darauf schliessen. Oberstes Ziel sollte Aufklärung werden, immer mit der Absicht die verwendeten Begriffe auch zu synchronisieren, damit _beabsichtigte_ Mißverständnisse (das neusprech Derailing) nicht ausgenutzt werden können.
    Dann wird es vielleicht Doppelplus gut

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  4. Ulan

    Guter Text, spiegelt meine Meinung, soweit ich die jeweiligen Punkte erlebt habe (Beleidigungen beschränkten sich mir gegenüber auf ein putziges “Naiv” – so angekotzt wie ich derzeit bin ist mein Block-Sperrfeuer hinreichend wirksam).
    Gedanke am Rande: Derailing bedeutet ja eigentlich Entgleisung – und das hat im Deutschen zwar eine abweichende Bedeutung, ist aber auch lustig in Bezug auf die, die’s den Entblößungs-Gegnern vorwerfen.

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  5. Pingback: Interessante Links und Nachrichten 19.02.2014f - Pirat Aleks A.

  6. Llarian

    Sehr guter Beitrag!
    Bitte laßt uns die Linksradikalen mit ihren Meinungshoheits-Allmachtsansprüchen nicht mehr in irgendwelche Positionen wählen. Ansonsten: Tretet ihnen entschieden entgegen, aber ohne Gewalt, ohne Drohungen. Macht ihnen nur klar, daß Mobbing keinen Platz bei uns hat. Danke!

    Antwort
    1. Mark

      Ist EU-Listen-Kandidat Nr. 1 auch gemeint ? Im Nachhinein hat man erfahren, dass die PolitologieStudentin, mal JUSO war, und Bock auf Parlament hat. Genau davor haben die Piraten immer gewarnt. Zudem wird das autokratische Verfahren zur Gründung der PPEU, bei dem der BuVO die Bewerber bestimmt, nicht hinterfragt. (Basisdemokratie – Tschüss) Alles K-Gruppen verdächtig.

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  7. Pirat XY

    Mein lieber, nicht du bist braun, es sind hier andere die braun sind und unter dem Deckmantel des antifaschismus agieren.

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  9. Schorschles Hähnchengrill

    Aye. Ich würde hier Pirat XY sekundieren und sagen: Das sind Linksfaschisten. Standard-Gutmenschen eben.
    Wir haben in Deutschland die schleichende Ausbreitung einer immer totalitärer agierenden, kulturmarxistischen, linksfaschistischen Political Correctness.
    Ich kenne die Schramm persönlich und betrachte sie als eine der moralisch verkommensten Menschen, die ich in meinem Leben je getroffen habe. Mittlerweile bin ich immens dankbar darüber, dass ich mich damals Ende 2009 dagegen entschieden habe, bei den Piraten mitzumachen.
    Die Piraten – entstanden aus einem Nukleus von Nerds und Tüftlern…Männern…wurden sobald die Partei bekannt wurde von Linken und Franken kooptiert und in eine schrille linksextreme Hydra verwandelt.
    So sind die Piraten unreformierbar, unrettbar….dem Untergang geweiht.

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    1. Ma Tze Autor

      Wir haben in Deutschland aber auch in der Tat eine größer werdende Akzeptanz für braune Gedanken. Dem muss man sich entgegenstellen als Gesellschaft. Das, was du schilderst ist ja dann doch weit linkes Ende, wohingegen abwertende Äußerungen über z.B. Roma eher normal sind…

      Antwort
      1. Schorschles Hähnchengrill

        Also ich registriere das alles ganz anders. Ich sehe in Deutschland – voll grimmiger Hoffnung – dass die Leute allmählich aus ihrer Betäubung erwachen und mit ihrem selbsthassenden, schuldneurotischen Selbstkasteiungstrip aufhören.
        Und du wirst ja wohl kaum leugnen können, dass die Roma allen Grund liefern, sie kritisch zu sehen. Es muss einfach endlich mal eine *faire* Diskussion über Zuwanderung geben, eine Debatte, in der alle Positionen toleriert werden, nicht nur die Linke.
        Die meisten Leute wollen diese Überfremdung nämlich nicht.
        Wer diese Debatte im hier und jetzt unterdrückt…der leistet lediglich einer viel radikaleren Aktion in nicht all zu ferner Zukunft vorschub. Weil wenn diese Probleme, die wir in Deutschland u.A. aufgrund der hemmungslosen Zuwanderung haben, weiterhin zunimmt…..dann werden die Leute irgendwann radikal werden.

      2. Ma Tze Autor

        Sorry, aber ich habe eher das Gefühl, die Leute sind sehr betäubt von der derzeitigen Politik. So driftet es gesamtgesellschaftlich, leider, nach rechts. Da das durch die großen Parteien geschieht, ist das auch ein anderes Kaliber, als die NPD. Die gefährlichen nehmen die NPD nicht ernst, die „normalen Bürger“ werden von CDU/CSU schon genug bedient.

        Ja. Es muss eine Debatte über Zuwanderung geben. Eine faire Debatte. Und am Ende muss Menschlichkeit siegen. Kein Sterbenlassen an Europas Küsten und andere Gräuel.

        Und sowas wie Überfremdung ist einfach Quatsch. Wobei wir in Sachen Integration bislang glorreich scheitern. Jede Seite.

        Bevor sie radikal werden muss man für genügend Bildung sorgen. Und für Solidarität unter Menschen.

        Und mit deinen Worten sagst du ja selber, dass die Rechten gefährlicher sind… 😉

  10. Andre

    Die Piratenpartei wurde als Partei von Leuten gegründet, die was mit Netz und Immaterialgüterrechten machen wollten. Dann haben linksextremistische Trollzündis und Ex-Microsoft-Lobbyisten die Partei übernommen und die alten “Basisdemokraten” der Partei impraktikable Strukturen aufgedrückt, durch die engagierte Menschen gemobbt werden. Wer BomberHarris hochleben lässt, der hat einen Knall, der ist ein Fall für die Anstalt. Das geht einfach nicht.

    Antwort
  11. Pingback: stilstand» Blogarchiv » Piraten als Krawallforum

  12. TJ

    Guter Post und wertvolle Hinweise in den Kommentaren. Vielleicht sehen die linken Spinner überall mal ein, dass man das NS Regime hätte mit einer Unterschriftenliste oder einer Petition auch hätte niederringen können.

    Antwort
  13. Schorschles Hähnchengrill

    @Matze:
    “Sorry, aber ich habe eher das Gefühl, die Leute sind sehr betäubt von der derzeitigen Politik. So driftet es gesamtgesellschaftlich, leider, nach rechts. Da das durch die großen Parteien geschieht, ist das auch ein anderes Kaliber, als die NPD. Die gefährlichen nehmen die NPD nicht ernst, die “normalen Bürger” werden von CDU/CSU schon genug bedient.”
    Meinem Empfinden nach driftet die deutsche Gesellschaft immer mehr in die kulturmarxistisch-totalitäre Linie der Political Correctness verbunden mit dem institutionalisierten Selbsthass ab. Kann aber sein, dass du jedwede Alternativaussagen zu der Abschaffung Deutschlands….als Rechtsruck empfindest. Dabei sollte dir klar werden, dass dein Weltbild dir einprogrammiert worden ist. Ich empfehle dir, dich in den Kulturmarxismus einzulessen. Mir ging dabei ein Auge auf.
    Julia Schramm z.B. ist das perfekte Instrument von diesen Leuten.
    “Ja. Es muss eine Debatte über Zuwanderung geben. Eine faire Debatte. Und am Ende muss Menschlichkeit siegen. Kein Sterbenlassen an Europas Küsten und andere Gräuel.”
    Menschlichkeit gegenüber wem? Dem autochthonen Deutschen, dessen Wohlstand gepfändet wird, um Heerscharen von Wirtschaftsflüchtlingen zu finanzieren (Stichwort Einwanderung in die Sozialsysteme)? Dem Deutschen, der von moslemischen Intensivtätern totgetreten wird in regelmäßigen Abständen? Dem Deutschen, der darunter leidet, dass diese Leute disproportional zu Gewalt und Kriminalität neigen (80% aller Intensivtäter in Berlin etwa haben einen Migrationshintergrund).
    “Und sowas wie Überfremdung ist einfach Quatsch. Wobei wir in Sachen Integration bislang glorreich scheitern. Jede Seite.”
    Warum ist das Quatsch? Immer mehr Deutsche, Engländer, Franzosen usw. sehen das als reale, terminale Bedrohung. Jede Kultur in dieser Welt hat das Recht, ungehindert zu existieren. Wenn dem Westen einseitig Multikulti und Masseneinwanderung verordnet wird, dann hat das nichts anderes als die kulturelle Auslöschung Selbigens zur Folge.
    Der Rest der Menschheit…macht derweil normal weiter. Deswegen nämlich….gibt es eben *kein* Multikulti in China, Japan, usw.
    Überhaupt: Frag dich doch mal, welche multikulturellen Gesellschaften Bestand hatten. Das ist praktisch nie der Fall, siehe Yugoslawien. Die USA taugen hier als Beispiel auch nicht, da die USA nur so lange funktionierten, so lange sie *monokulturell* protestantisch-christlich-europäisch geprägt waren. Schau sie dir jetzt an….desolat am vegetieren und die Zukunft sieht düster aus.
    Siehst du wirklich nicht, die Katastrophe, die auf den Westen, die auf Deutschland zukommt? Menschen sind eben nicht alle gleich. Sie sind vielleicht gleichwertig aber sie sind *nicht* beliebig austauschbar. Kulturen müssen kompatibel sein. Mit welcher Kultur ist der Islam kompatibel? Kannst du mir auch nur *1* Beispiel nennen, wo islamischen Einwanderung *NICHT* zu Gewalt und Dystopie geführt hat? In Schweden, England, Frankreich, Österreich, NL, Dänemkark, Norwegen, Deutschland….bis hin zu Myanmar…sind die Folgen immer dieselbe: Keine Integration und schleichende Eskalation der Gewalt gekoppelt mit Islamisierung / islamischer Kolonisierung.
    Das ist wie mit den Indianern damals….nur jetzt sind *WIR* die Indianer….und *IHR* seid die Steigbügelhalter von diesen Leuten.
    “Bevor sie radikal werden muss man für genügend Bildung sorgen. Und für Solidarität unter Menschen.”
    Man kann nicht alle Probleme mit Bildung lösen. Die Gewalt von Moslems ist eben *nicht* weil sie ungebildet sind, sondern *weil* der Koran ihnen sagt, sie dürfen Ungläubige Dhimmis abschlachten, vergewaltigen usw. Dhimmis sind in dieser menschenverachtenden Ideologie bestenfalls Menschen zweiter Klasse.
    Du scheinst ein intelligenter Zeitgenosse zu sein und dieser Artikel hat mir gefallen. Deswegen bitte ich dich…respektvoll…in dieser Sache einen offenen Geist zu bewahren. Ich mach dasselbe. Als Pessimist liebe ich nichts mehr, als Unrecht zu haben. Leider habe ich oft recht….

    Antwort
    1. Andi

      Ich finde es unmöglich, hier auf diese Agitation zu gehen. Schau mal, mir scheint es einfach lächerlich den Islam überzubewerten. Es ist doch merkwürdig, dass Deutschland trotz NS-Vergangenheit zu einer Musterdemokratie geworden ist, offenkundig war es sogar gut, diese graue Erfahrung zu haben. Ich kann nicht erkennen, dass der Islam irgendeine dominante politische Kraft in unserem Lande ist. Das ist alles ein Versuche Keile zwischen Menschen zu treiben.
      Sicher, die USA zeigen, dass es Solidarität zwischen den Menschen nicht geben kann, nicht mal für eine Krankenversicherung, mit einer Einwandererideologie. Es gibt eben kein amerikanisches Volk, sondern eine Bevölkerung mit Rassismen, die für den Nachbarn nicht bereit ist Krankenversicherung zu zahlen und den Ausverkauf des politischen Apparats an die Konzerne und Superreichen. Deutschland wird vom deutschen Volk regiert. Teil des deutschen Volkes ist jeder, der eine deutsche Staatsbürgerschaft hat, welche Religion oder politische Einstellung ist dabei Nebensache. Ich glaube nicht daran, dass der Islam in Deutschland soooo dominant ist und bei den meisten der Milliarden Muslime wird nicht deine Interpretation geteilt, schlichtweg, weil nicht das passiert, von dem du redest.
      Natürlich erzeugt Vielfalt immer Komplexität und Komplexitätskosten. Da wäre dann die Frage, was das einigende Band ist. Ich habe den Eindruck, dass ein solches einigendes Band ist wenn zum Beispiel jemand Multikulturalismus möchte, also Vielfalt akzeptiert aber mit der Klammer. Wichtiger scheint mir aber der Gedanke des Volkes. Denn ohne das “Demos”, ohne Volk, auch keine Demokratie, keine Volksherrschaft. Volk meint was anderes als Bevölkerung, es meint die grosse Familie der Menschen in einem Staate, die sich miteinander verbunden fühlt, und es selbstverständlich findet, dass Solidarität herrscht. Die Rechten haben immer Volk durch Ausgrenzung definiert. Man kann aber auch den umgekehrten Weg gehen und Volk als Bekenntnis von Solidarität und Zusammenhalt verstehen. Deshalb sehe ich es sehr kritisch, wenn Du behauptest, dass Menschen nur auf ihre Religion eine Bedrohung darstellen.
      “Kulturmarxismus” muss nichts schlechtes sein. Was soll denn so ein Slogan ohne zu erklären, was Du am “Kulturmarxismus” schlecht findest.
      Bezüglich deiner Einwanderung habe ich eine einfache Lösung: Die Idee vom Sozialvertrag. Wer einwandert schließt einen Sozialvertrag mit der angestammten Bevölkerung. Integration ist seine Pflicht, die sich aus diesem Vertrag ergibt, als auch der Respekt sein gutes Recht ist und die Anerkennung/Unbenommenheit seiner Eigenarten oder Religion. Wenn nun Personen aus wirtschaftlichen Motiven ins Land kommen, zum Beispiel weil die Industrieverbände sie wollen, ist das natürlich schwieriger. Integrationsprobleme gibt es da nicht, wo dieser Sozialvertrag von Einwanderern gedacht wird. Der American Dream ist so ein Sozialvertrag aber ein mieser mit Hackordnung. Es bräuchte einen Sozialvertrag anderer Art, der an die FDGO andockt. Auch die angestammte Bevölkerung hat natürlich das Recht zu sagen, huch das wird mir jetzt zu viel, das müssen wir mal drosseln, während andere sagen, nö, wir brauchen noch mehr Einflüsse. Vielleicht bräuchte man einfach eine Steuer, die von nicht in Deutschland geborenen Einwohnern des Landes erhoben wird, um die Integration zu bezahlen, dann klappt es auch mit der Solidarität zwischen den Menschen statt billiger rechter Parolen gegen Minderheiten und Sozialneiddebatten gegen die Schwächsten.

      Antwort
  14. bomberdomme

    Was für ein peinliches Statement voll von Ego-Viktimisierung. ” jetzt dürft ihr mich wieder zum Eichmann-Fan machen” wer so redet und schreibt der hat es verdient beschimpft zu werden und zwar wegen des peinlichen rhetorischen Tricks sich selbst als opfer Darzustellen während man sich selbst als Erwachsen darstellt und dem Gegner vorwirft kindisch zu sein. Der Autor kann also nicht verantwortungsvoll ohne solcherlei Tricks zu seiner Position stehen.
    Überhaupt von deutschen Zivilisten zu sprechen stellt doch schon eine Verharmlosung dar. Sie wollten den totalen Krieg und sie haben ihn bekommen. Die Bomben der damaligen Zeit waren nun mal ungenau. Eine Chirurgische Kriegführung war nicht möglich. Die deutsche Industrie war am Ende des Krieges zu einem Großteil noch intakt. Deswegen konnte schon lächerliche 10 Jahre später und mit Hilfe von amerikanischen Devisen das deutsche Wirtschaftswunder einsetzen. Nicht durch deutschen Fleiß. Darüber hinaus wurde vieles was zu dieser deutschen Industrie gehörte durch Zwangsarbeiter aufgebaut. So profitierten die Deutschen auch nach dem Krieg noch von ihren Verbrechen.
    Es war das moral-bombing was den Deutschen das Rückrat brach und der Nazi Maschinerie ein Ende setzte. Zwar lösten die Bombardements keine Aufstände aus wie vom Oberkommando der Alliierten erhofft aber es war sicherlich Teil davon das die Deutschen 1945 die Schnauze voll hatten und sich nicht als Werwolf-Widerstand organisierten. Eigentlich können die Deutschen darüber noch froh sein, denn was sonst gefolgt währe sollte durch die Namen der Städte Hiroshima und Nagasaki klar sein.
    Die deutschen haben Sturm gesät und Wind geerntet.
    http://taz.de/Dresdener-Bombergate/!133432/
    Die beiden Landesvorstände kritisieren zudem die Aktion in Dresden: „So sehr man den Alliierten für die Befreiung vom Nationalsozialismus dankbar ist, so wenig war unserer Meinung nach diese Aktion geeignet, um darauf aufmerksam zu machen. Ein sensibles Thema wie der 2. Weltkrieg verlangt eine sachliche Auseinandersetzung und keinen Populismus.“”
    Wikipediaartikel zu Populismus:
    “Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ressentiments, Ängste, Hoffnung und aktuelle Konflikte ausdrückt und instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.”
    Da stellt sich doch die Frage wer da wohl die Populisten sind…
    Wie die Meisten Politik-Affen sprechen die beiden Landesverbände fließend Milchbrei.
    Auch debil finde ich:
    “Ein sensibles Thema wie der 2. Weltkrieg verlangt eine sachliche Auseinandersetzung”
    Was für ein in diesem Kontext grenzenloser Schwachsinn.
    Es ist so einfach wie es Christophe Chan Hin ehemaliges Bundesvorstandsmitglied der Piraten es ausgedrückt hat: “„Ein Land, das dutzende Länder überfallen hat und Millionen von Toten verschuldet hat, das neben den Verbrechen der Shoa und dem Porajmos andere Menschen wegen ihrer ‘Rasse’ und anderem vernichtet hat, musste niedergerungen werden.“
    Und zwar by any means necessary. Ob die Bombardierung nötig war ? Sicher die Deutschen haben sich ja vorher nicht erhoben. Sie waren nicht bereit bedingungslos zu Kapitulieren. Wenn es erst der Einsatz einer Nuklear Bombe getan hätte um sie zur Kapitulation zu bewegen dann währe auch das Nötig gewesen auch wenn das jede Menge Kollateralschäden bedeutet hätte.
    Wer bei dem Thema nicht in die einfachen Kategorien Gut und böse, Richtig und Falsch unterscheiden kann, wer Angesichts der verbrechen der Nazis/ der Deutschen nicht einseitig dagegen Position beziehen kann steht auf der anderen Seite der Barrikade. Der ist ein Feind.

    Antwort
    1. Luc

      Ganz ehrlich, Redefreiheit ist ja gerade im Umfeld der Piraten ein hohes Gut, aber wenn ich der Blogbetreiber wäre, würde ich aus Anstand ne höfliche Mail an bomberdomme schreiben dass er leider gelöscht wird, und das dann direkt auch machen. Schon der einführende Vorwurf (“du willst dich als opfer Darstellen DaBei bist dus gaR niCht11″) ist von einer solchen geistigen Flachheit, dass man nur noch staunend vor dem Bildschirm sitzt. Dann intellektuell völlig hilflos mit Begriffen wie Totaler Krieg, chirurgischer Kriegsführung und moral-bombing hantieren, als Sahnehaube das von jedem vernünftigen Leser bereits erwartete schön übersichtliche Gut-hier/böse-dort-Weltbild inklusive “wer nicht 100% für mich ist, ist ein Feind” und als Bonus gibts das sogar wortwörtlich als “einfache Kategorie Gut und Böse”.
      Jede Sekunde, die man sich mit so einem witzlosen Unsinn argumentativ auseinandersetzt ist vergeudete Zeit. Das Geschreibsel ist doch geistig völlig unbewaffnet, sorry für die deutlichen Worte.

      Antwort
      1. bomberdomme

        Deutlich ist daran gar nichts. Einer Erklärung bleibst du schuldig warum es falsch ist einseitig Position zu beziehen.
        Aber ist ja klar für dich bin ich einfach ein Irrer ein “geistig Unbewaffneter” der “intellektuell völlig hilflos” mit Begrifflichkeiten Hantiert bei der du braune spuren in der Hose kriegst weil sie dich vom Bildschirm anscheinend in Aufregung versetzen.

      2. Aerar

        bomberdomme: “Deutlich ist daran gar nichts. Einer Erklärung bleibst du schuldig warum es falsch ist einseitig Position zu beziehen.”
        Zum Glück heisst Redefreiheit ja auch, dass man nicht auf jede gestellte Frage antworten muss. Obwohl die Antwort ja bereits implizit gegeben wurde: “Jede Sekunde, die man sich mit so einem witzlosen Unsinn argumentativ auseinandersetzt ist vergeudete Zeit.”

  15. Struppi

    Naja, Fakt ist das deutsche Volk war der Täter und hat in ganz Europa, relativ wahllos Zivilsten, Frauen, Rentner und Kinder ermordet. Der Angriff auf Dresden war für das 3.Reich noch mal eine letzte Propaganda Schlacht, in der das dt. Volk als Opfer der Weltverschwörung dargestellt werden konnte.
    Er hat aber auch zugleich den letzten Zweiflern gezeigt, dass es wirklich kein entkommen mehr gibt (Dresden war bis dahin eine der letzten unzerstörten Grossstädte). Insofern muss man diesen Angriff auf im Nachhinein als Dankenswert betrachten. Die Opfer die nicht mehr getötet wurden, werden es zumindest so sehen.
    Aber ich wußte gar nicht, dass die Piraten so eine geschichtsbewußte Partei ist. Ich dachte immer sie kümmert sich eher um die Problem heute.
    Das aus so einer Sache ein “gate” gemacht wird ist mir unverständlich. Warum sollen extreme Meinungen gerade bei den Piraten nicht geduldet werden?
    Angst um Wählerstimmen? Angst um die Meinungshoheit?

    Antwort
    1. bomberdomme

      “Der Historiker Götz Bergander schreibt „daß die von Dresden ausgelöste Schockwelle den noch vorhandenen Widerstandswillen fortschwemmte, weil jetzt befürchtet wurde, eine solche Katastrophe könne sich täglich wiederholen… Zwar glaubten die meisten Deutschen nicht mehr an den Sieg, aber sie konnten sich trotzdem die bedingungslose Kapitulation nicht vorstellen. Der Schock von Dresden trug wesentlich zu einer Sinneswandlung bei. Sie äußerte sich damals in den Worten: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Der Schrecken ohne Ende – das war für die meisten Deutschen der Bombenkrieg.””
      Von einem sehr vernünftigen Beitrag zu dem Thema:
      http://kpeterl.wordpress.com/2014/02/18/piraten-und-ein-bombergate/

      Antwort
  16. abrazoalbatros

    @bomberdomme:
    Leider Unfug.
    Hier handelte es sich um Glaube, aber nicht um Tatsachen.
    Verwiesen wird auf Operation Gomorrah http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Gomorrha , auch von Bomber Harris befohlen, und zwar ca. 1 1/2 Jahre früher.
    Allein das beweist schon, dass Flächenbombardements von zivilen Wohngebieten keinen Einfluss auf das Kriegsgeschehen haben; den hat nur die Zerstörung militärischer Ziele, zu der natürlich auch militärisch bedeutende Fabriken und Verkehrswege gehören.
    Also: die Entscheidung, die Innenstadt Dresdens zu bombardieren, war falsch. Was den Oberbefehlshabern, darunter Churchill, auch unmittelbar danach klar geworden ist. Folglich eignet sich Dresden, gegen solche Flächenbombardements ziviler Wohngebiete generell zu mahnen und dabei sind die aktuellen Bombardements durch Assad selbstverständlich einzubeziehen. Das nämlich nehme ich all denen, die Bomber Harris für diese Bombardierung der Dresdner Innenstadt danken wollen, am meisten übel: wer das tut, rechtfertigt damit alle weiteren Bombardierungen ziviler Wohngebiete. Das aber ist völlig unverantwortlich und offenbart eine menschen- und lebensfeindliche Gesinnung.
    Oder Dummheit, Unwissenheit, Unfähigkeit, über den eigenen Tellerrand zu blicken.
    Kleine Erinnerung an Kant: “Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.” Daran sind Helms Aktion und ihre Verteidiger zu messen. Kann eine solche Bombardierung allgemeine Maxime sein? Die Weltgemeinschaft sagt nein. Wer sie trotzdem feiert (oder das Gedenken mit Take That verhöhnt), stellt sich folglich außerhalb der Weltgemeinschaft.
    Dies festzustellen heißt noch nicht, nach Verurteilung von Bomber Harris bzw. Churchill & Co. zu rufen. Zu bedenken sind nämlich auch die damaligen Umstände, die zum Bombardierungsbefehl führten. Bei allen in Diskussionen Genannten wurde einer übersehen: die Werwolf-Bewegung, also der Terror- und Partisanenkampf hinter den feindlichen Linien oder gar nach Eroberung. Gehörte zur Nazi-Propaganda und war als Abschreckung gedacht. Die Alliierten hatten auch damit gerechnet, stellten allerdings mit Kriegsende fest, wenn sie überhaupt existierte, so war die Werwolf-Bewegung so winzig, dass sie keinerlei Gefahr darstellte. Die Alliierten sind da offenbar auf die Nazi-Propaganda herein gefallen.
    Ganz sinnlos war also diese Bombardierung nicht: sie führte mit zum völkerrechtlichen Verbot und mahnte die Entscheidungsträger, nicht um feindlicher Gerüchte willen tausende tote Zivilisten in Kauf zu nehmen.
    Es ist also völlig legitim und auch gerechtfertigt, dieser Bombardierung in Trauer mahnend zu gedenken, ohne dass damit irgend welcher “Groll” oder Ruf nach Verurteilung der Befehlshaber und Ausführenden verbunden wäre.
    Illegitim ist es hingegen, ein Gedenken an diese beiden Bombennächte mit Revanchismus o.ä. in Verbindung zu bringen. Das ist mieseste Propaganda, unterste Stufe und für mich nur vor ostdeutschem Hintergrund zu verstehen. Der Osten mag sich die längste Zeit als Besiegter gefühlt und dies auch seinen Kindern und Enkeln vermittelt haben. Und tatsächlich den Antifaschismus als einzigen – freilich den individuellen Bürger gewiss wenig überzeugenden – Gewinn gesehen haben. Hier möge man sich bitte klar machen, dass die weit, weit überwiegende Mehrheit der Bürger im Westen das ganz anders sieht. Denn Tatsache ist, während der Osten über vier Jahrzehnte lang Kriegsverlierer war, nicht nur durch erheblich umfangreichere Demontage der Industrie, erheblich geringere Wiederaufbaumittel und, wohl entscheidend, die der Nazi-Diktatur folgende SED-Diktatur, gehörte der Westen Deutschlands zu den Kriegsgewinnern. Der nämlich gewann in erster Linie Freiheit und Demokratie. Das ist den Bürgern sehr bewusst. Ich denke, das ist der Grund dafür, dass es im Westen solche Gedenktage wie in Dresden nicht gibt oder höchstens recht kurz zu runden Jubiläen. Obgleich es in Hamburg mehr Tote gab und in Köln mehr Zerstörungen. Nur: als tatsächlicher Kriegsgewinner nimmt man das eher in Kauf: das war es wert.
    Vor diesem Hintergrund Leute, die die angebliche Femen-Aktion und Solidarisierungen damit verurteilen, des Revanchismus zu verdächtigen, ist indiskutabel und steht für mich auf der Stufe Hetzpropaganda.

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  17. KSchlonz

    “Was haben wir also letztendlich?
    Ein absolutes Desaster.”
    Piraten, sterbt langsam. Wir brauchen Euch noch als Spalter der Linksheit. Schoen Wasser schoepfen, waehrend eure Antideutschen mehr Lecks in den Rumpf schlagen! (Warum habt ihr die eigentlich an Bord genommen? Uahahaha!)

    Antwort
  18. Bundeswahrsager

    Eine solche Aktion einer „Politikerin“ zeigt leider eindeutig, wie dieser Personenkreis zu „normalen“ Menschen steht.
    Es ist nicht nur takt- oder instinktlos, auf solche Art und Weise Opfer und Täter einfach in einen Topf zu werfen.
    Sondern tatsächlich mal wieder „Volksverhetzung“ übelster Sorte. Dabei ist das jeweilige Volk solchen Politprofis wohl ziemlich egal und die jeweilige Stadt bestimmt auch.
    Dresden, Hiroshima, Coventry oder auch Warschau oder London – die Verursacher, Befehlsgeber, Schreibtischtäter, die sassen und sitzen im Regelfall recht bequem und sicher woanders. Heutzutage sind sie sehr modern aufgestellt mit ihren Kampfdrohnen-Fernbedienungen.
    Am „legitimsten“ sitzen sie wohl sehr gerne gewählt in ihren Parlamenten und beuten ihre Volker am liebsten gemeinsam aus, anstatt sie weniger gewinnbringend zu offenen Feindseligkeiten aufzuhetzen und dann abzuschlachten.
    Diese junge „Politikerin“ ist im besten Fall nur sehr dumm.
    Im schlimmsten Fall beweist sie, wie das bei „Politikern“ immer wieder läuft und wehe, solcher Nachwuchs wird mal wirklich so „mächtig“, wie z. B. ein verhinderter Kunstmaler aus Österreich. Dann werden echte „Befreier“ fällig und JEDER von denen „verteidigt“ üblicherweise nur irgendwas.
    Meine Mutter hatte mir erzählt, dass sie 1 Tag vor der Bombardierung Dresdens aus ihrem Notquartier aus der Stadt rausgekommen war.
    Vermutlich ist es deshalb ein glücklicher Zufall, dass ich diese Zeilen hier schreiben kann.
    Keine Ahnung, wem ICH dafür danken sollte – „Bomber-Harris“ jedenfalls nicht.

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